Zucht
Der Eintritt der Geschlechtsreife ist von Rasse, Fütterung und Haltung abhängig. Beim weiblichen Rind beginnt die Geschlechtsreife mit 6-10 Monaten, beim männlichen mit 9 - 11 Monaten.
Die Zuchtreife für eine Dexterfärse liegt bei ca. 15 - 18 Monaten; das ist verglichen mit anderen Rindern recht früh. Die Zykluslänge beträgt 21 Tage, die Trächtigkeitsdauer im Mittel 280 Tage.
Den ganzen Text finden Sie in unserer Dexter - Broschüre die wir informativ und umfangreich bebildert für den interessierten Züchter und Interessenten aufgelegt haben. Mit einem Klickkommen Sie zur Dexterbroschüre, die Sie dort auch bestellen können.
Wichtig!
Ein genetischer Defekt bei Dextern - das Bulldog-Kalb
Das Bulldogkalb ist ein lebensunfähiges, meistens im 5.-8.
Trächtigkeitsmonat ausgestoßenes Kalb mit verformtem Kopf,
verwachsenen, stummelförmigen Gliedmaßen und häufig offenem Bauch. Das
Entstehen des Bulldogs beruht auf einer genetischen Ursache, der
Chondrodysplasie. Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte
Störung der Knorpelwachstumszone. Daraus resultiert ein verfrühtes Ende
des Knochenwachstums; somit führt die Chondrodysplasie zur Verzwergung.
Paaren sich zwei Tiere, die beide Träger dieses Gendefektes sind,
miteinander, so besteht für die Nachkommenschaft zu 25 % die
Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Bulldog-Kälbern.
Seit 2002 ist das Gen, das für diesen Defekt verantwortlich ist, von einer Arbeitsgruppe der Universität Sydney, Australien, identifiziert. Inzwischen steht über ein lizensiertes, niederländisches Labor ein Gentest zur Verfügung, mit dem einwandfrei Träger (engl.: Carrier; Abk. BD1-C und Nicht-Träger (Non-Carrier; Abk. BD1-N) zu unterscheiden sind.
Ein Formular für die Einreichung der Blutprobe finden Sie mit einem Klick hier!
Der DVD hat im Okt. 2003 auf seiner Mitgliederversammlung beschlossen, ab 2004 nur noch Bullen zur Körung zuzulassen, die Nicht-Träger des Defektes sind (Bescheinigung des Labors). Mit diesen Vätern wird zunächst die Geburt von Bulldog-Kälbern ausgeschlossen (die Nachzucht mit einer Kuh, die Trägerin ist, ist dann zu je 50% Träger bzw. Nicht-Träger).

